Archives for : krilit17

Georg Fingerlos: Verlottertes Blaublut

#KriLitSbg

Entadelte Schwerverbrecher in Österreich 1912–1918. Lesung und Diskussion. Bahoe books.
Eintritt frei!

Im alten Österreich wurden jene Adeligen, die zu einer schweren Kerkerstrafe oder zum Tode verurteilt wurden, zwangsläufig entadelt. Im vorliegenden Buch werden die Adelssuspensionen der sieben letzten Jahre der Monarchie – zweieinhalb davon in Friedens-, der Rest in Weltkriegszeiten – dargestellt. In dieser Zeit wurden 39 Adelige zu einer schweren Kerkerstrafe und vier zum Tod durch Erhängen bzw. Erschießen verurteilt. Ihre Erlebnisse geben einen guten Einblick in die Methoden der Gaunerei in der späten franzisko-josefinischen und der kurzen Karlschen Ära, in die Staatsgewalt, die Gesetzgebung und in die Rechtssprechung. Sie verdeutlichen aber auch die Verdorbenheit, Schlechtigkeit und den Eigensinn mancher Abkömmlinge aus vornehmen Häusern.

43 Fallgeschichten hat Fingerlos anhand von Archiven, Medienberichten und Biografien rekonstruiert und in anekdotischem, unterhaltsamem Stil in Form kurzer Erzählungen aufgeschrieben. Es sind Geschichten, die von Untreue, Gaunerei und Schlimmerem erzählen, aber auch von der weitumspannenden k.u.k. Bürokratie, die die Adelstitel und ihre Aberkennung zu administrieren hatte.
Barbara Tóth, Falter

Georg Fingerlos, geboren 1975 im Lungau, ist Historiker und Übersetzer.

Mehr Infos: https://www.argekultur.at/projekte/2017/kritischeliteraturtage/

“Ein bisserl aufhängen tät´ ihm nix schaden!” Karl Habsburg und eine Bahnhofsbesetzung

 

Kontakt

Homepage von Bahö Books

Vorträge von Bahö Books auf Termitinitus

 

Jan Hoff: Befreiung heute

 

#KriLitSbg

Emanzipatorisches Denken in Zeiten neoliberaler Globalisierung. Lesung und Diskussion. VSA: Verlag.
Eintritt frei!

„Befreiung“ ist wieder im Gespräch. Nach den sozialen Emanzipationsbewegungen im „kurzen 20. Jahrhundert“ erfuhr das emanzipatorische Denken in Zeiten neoliberaler Globalisierung neuen Auftrieb und steht heute an einem historischen Knotenpunkt.

Nicht erst die jüngste Weltwirtschaftskrise (2007ff.) wirft kritische Fragen zum Kapitalismus auf. Aber ihre Auswirkungen waren ein begründeter Anlass für eine Zusammenfassung und Bewertung der internationalen emanzipationstheoretischen Debatte.

Hierbei handelt es sich um einen vielfältigen und differenzierten Diskussionszusammenhang, der vor spezifischen historischen Hintergründen zu erforschen und darzustellen ist. Die Entwicklung der an Marx orientierten Theoriebildung ist aktuell an einem Punkt angelangt, in dem speziell die Geschichte der verschiedenen „häretischen“ Strömungen auf beachtliches Interesse trifft.

Jan Hoff zeigt die historischen und politisch-theoretischen Zusammenhänge auf. Sie reichen von Marx, dem frühen Anarchismus und den revolutionären Denkansätzen im Umfeld der Oktoberrevolution über die krisentheoretischen Diskussionen der Zwischenkriegszeit und die libertärsozialistischen Strömungen nach 1945 bis hin zur internationalen Diskussion um Krise und Befreiung seit 2007.

Jan Hoff, Jahrgang 1980, Historiker und Sozialwissenschaftler, Promotion an der FU Berlin (2009), Habilitation an der Universität Kassel (2016). Lehrte zuletzt an den Universitäten Innsbruck, Kassel und München, und ist zudem in der außeruniversitären Erwachsenenbildung aktiv (u. a. in gewerkschaftlichen Bildungseinrichtungen).

Mehr Infos: https://www.argekultur.at/projekte/2017/kritischeliteraturtage/

Birkner, Seibert (Hrsg.): Kritik und Aktualität der Revolution

 

100 Jahre Oktoberrevolution. Lesung und Diskussion. Mandelbaum Verlag.
Eintritt frei!

1917 erlebte die Welt den ersten Versuch einer sozialistischen Revolution. Die Überwindung der russischen Feudalgesellschaft sollte der Auftakt einer weltweiten Umwälzung bilden, im Zuge derer Unterdrückung und Ausbeutung ein für alle Mal abgeschafft werden. 1989 wurde seitens der kapitalistischen SiegerInnen das „Ende der Geschichte“ ausgerufen. Die Krisen, aber auch sozialen Bewegungen der letzten Jahre beweisen die Unhaltbarkeit dieses Diktums.

Die Beiträge dieses Bandes widmen sich der Frage, ob und inwiefern eine revolutionäre Umwälzung heute noch möglich und sinnvoll ist. In der Linken wird gegenwärtig viel über Begriffe wie „Transformation“ und „Transition“ diskutiert. Sie beanspruchen, die traditionellen Schemata von Reform und Revolution neu zu akzentuieren und zugleich Bewegungsformen von Geschichte bestimmen zu können, die mehr und anderes als Bewegungen von Reform oder Revolution wären.

Liegen in ihnen vielleicht die maßgeblichen Gründe, warum das überkommene Begriffsregister der Linken der ArbeiterInnenbewegung nicht mehr in der Lage zu sein scheint, ein Bündnis zwischen Theorie und „wirklicher Bewegung“ hervorzubringen?

Martin Birkner ist politischer Theoretiker, Publizist und Aktivist in Wien und im Südburgenland. Er leitet die Edition kritik & utopie und ist Redakteur von mosaik-blog.at sowie bei „Wien anders“ organisiert. 2014 erschien von ihm das „Lob des Kommunismus 2.0“.

Thomas Seibert ist Philosoph, Autor und politischer Aktivist. Er arbeitet als Menschenrechtsreferent bei medico international, ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Rosa Luxemburg Stiftung und im Koordinierungskollektiv des Democracy in Europe Movement 2025 und seit Langem in der Interventionistischen Linken aktiv. Im Frühjahr 2017 erschien sein Buch „Zur Ökologie der Existenz“ im Laika-Verlag.

Mehr Infos: https://www.argekultur.at/projekte/2017/kritischeliteraturtage/

Sendungen der Krilit17

 

Liebe Leute,

in den nächsten Tagen werde ich mich an die Arbeit machen und einige Audios zum Nachhören auf Temitinitus online stellen.

Ich selbst habe 3 Vorträge am Freitag Abend aufgezeichnet:

  • Georg Fingerlos: Verlottertes Blaublut
  • Jan Hoff: Befreiung heute
  • Birkner, Seibert (Hrsg.): Kritik und Aktualität der Revolution

Vorraussichtlich gibt es weitere Vorträge, die im Studio aufgezeichnet wurden. Falls sie was geworden sind, kann ich davon ebenfalls einige haben. Wir werden sehen…

Ich möchte der Krilit17 Crew Danken, dass ich in die Planungen vorab einbezogen wurde. Vielen Dank, gerne wieder.

Viel Freude und Erkenntnis beim Hören.

Hoch Lebe die Revolution

Alles Liebe Susi