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Buchpräsentation – Widerstand Verfolgung Befreiung

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mit Journalist Thomas Neuhold und Historiker Andreas Praher – Zeitgeschichtliche Wanderungen

“Sehnsucht habe ich nach Euch und den Bergen …”

Das Buch erzählt vom Mut katholischer Pfarrer ebenso wie vom illegalen NS-Terror im Vorfeld des “Anschlusses”, es zeichnet die Fluchtrouten der von den Nazis verfolgten Menschen nach und lässt uns so an deren Geschichten teilhaben.

Es ist eine Reise durch ganz verschiedene Welten, zu der uns Thomas Neuhold und Andreas Praher mit ihrem zeitgeschichtlichen Wanderbuch einladen – eine Reise zu Widerstand, Verfolgung und Befreiung.

Sie führen uns an Orte jüdischer Sommerfrische, zu nationalsozialistischen Lagern und Todesfabriken, zu den Spuren von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern, zu den Zufluchtsorten von Widerstands-kämpferinnen und Widerstandskämpfern, zu den Verstecken prominenter NS-Schergen, aber auch zu den Wegen der alliierten Befreier.

Dieser zeitgeschichtliche Wanderführer präsentiert 35 Themenstrecken und bietet neben einer fundierten historischen Darstellung genaue Routenbeschreibungen, Kartenskizzen, Fotos, Hinweise für die Anreise sowie Informationen zu weiterführender Literatur und Quellen.

„Ich hoffe halt, dass das Gnadengesuch Erfolg hat. Wenn nicht, kann man auch nichts mehr ändern, abgefunden habe ich mich schon derzeit. Ihr glaubt nicht, wie viele dasselbe hier mitmachen wie ich. Sehnsucht habe ich nach Euch und den Bergen…“.

Rosa Hofmann in ihrem letzten Brief kurz vor Ihrer Hinrichtung durch die Nationalsozialisten am 9. März 1943

Verlag: Anton Pustet; Umfang: 248 Seiten; Abbildungen: durchgehend farbig bebildert; Format: 11,5 x 18 cm; Buch-Bindung: französische Broschur; ISBN 978-3-7025-0963-7; € 24,00

Portrait:

Thomas Neuhold

(Jg. 1965) ist Salzburg-Korrespondent der Tageszeitung “Der Standard”, Alpinjournalist, Mitbegründer des Salzburger Bergfilmfestivals “Abenteuer Berg – Abenteuer Film” und Lehrbeauftragter an der Universität Salzburg. Autor zahlreicher Berg- und Skitourenführer im Verlag Anton Pustet. Thomas Neuhold ist Mitglied des Österreichischen Alpenklubs und des KZ-Verbandes/VdA.

Andreas Praher

(Jg. 1980) ist Historiker am Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der JKU in Linz und Lehrbeauftragter an der Universität Salzburg. Er ist Mitbegründer der Salzburger Fußballtagung und unter anderem Mitherausgeber von „Salzburgs Sport in der NS-Zeit. Zwischen Staat und Diktatur“, „Migrationsstadt Salzburg. Arbeit, Alltag und Migration 1960-2010“ und „Zwischenräume. Macht, Ausgrenzung und Inklusion im Fußball“. Er ist Mitglied des KZ-Verbandes/VdA.

Veranstaltung des KZ-Verband/VdA Salzburg mit dem Soli-Cafe

Buchpräsentation – Widerstand Verfolgung Befreiung

mit Journalist Thomas Neuhold und Historiker Andreas Praher – Zeitgeschichtliche Wanderungen

„Sehnsucht habe ich nach Euch und den Bergen …“

Freitag, 11. Dezember 2020 19:00 Uhr per Live Stream auf Termitinitus

Öffentlicher Chat

Beteiligungsmöglichkeiten: Fragen können im Chat gestellt werden. Die Vortragenden freuen sich ganz besonders, wenn es eine rege Diskussion gibt.

Alle Menschen die einen Matrix-Account besitzen könen dem Raum #soli.cafe:asra.gr beitreten. Menschen ohne Account können als Gast schreiben.

Element/Riot/Matrix: #soli.cafe:asra.gr
IRC: ircs://irc.darkfasel.net:9999/#soli.cafe (Webchat)

Live Stream:


Stremlinks: OGG / MP3

Das Buch

Das Buch erzählt vom Mut katholischer Pfarrer ebenso wie vom illegalen NS-Terror im Vorfeld des „Anschlusses“, es zeichnet die Fluchtrouten der von den Nazis verfolgten Menschen nach und lässt uns so an deren Geschichten teilhaben.

Es ist eine Reise durch ganz verschiedene Welten, zu der uns Thomas Neuhold und Andreas Praher mit ihrem zeitgeschichtlichen Wanderbuch einladen – eine Reise zu Widerstand, Verfolgung und Befreiung.

Sie führen uns an Orte jüdischer Sommerfrische, zu nationalsozialistischen Lagern und Todesfabriken, zu den Spuren von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern, zu den Zufluchtsorten von Widerstands-kämpferinnen und Widerstandskämpfern, zu den Verstecken prominenter NS-Schergen, aber auch zu den Wegen der alliierten Befreier.

Dieser zeitgeschichtliche Wanderführer präsentiert 35 Themenstrecken und bietet neben einer fundierten historischen Darstellung genaue Routenbeschreibungen, Kartenskizzen, Fotos, Hinweise für die Anreise sowie Informationen zu weiterführender Literatur und Quellen.

„Ich hoffe halt, dass das Gnadengesuch Erfolg hat. Wenn nicht, kann man auch nichts mehr ändern, abgefunden habe ich mich schon derzeit. Ihr glaubt nicht, wie viele dasselbe hier mitmachen wie ich. Sehnsucht habe ich nach Euch und den Bergen…“.

Rosa Hofmann in ihrem letzten Brief kurz vor Ihrer Hinrichtung durch die Nationalsozialisten am 9. März 1943

Verlag: Anton Pustet Umfang: 248 Seiten Abbildungen: durchgehend farbig bebildert Format: 11,5 x 18 cm Buch-Bindung: französische Broschur ISBN 978-3-7025-0963-7 € 24,00

Portrait

Thomas Neuhold

(Jg. 1965) ist Salzburg-Korrespondent der Tageszeitung „Der Standard“, Alpinjournalist, Mitbegründer des Salzburger Bergfilmfestivals „Abenteuer Berg – Abenteuer Film“ und Lehrbeauftragter an der Universität Salzburg. Autor zahlreicher Berg- und Skitourenführer im Verlag Anton Pustet. Thomas Neuhold ist Mitglied des Österreichischen Alpenklubs und des KZ-Verbandes/VdA.

Andreas Praher

(Jg. 1980) ist Historiker am Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der JKU in Linz und Lehrbeauftragter an der Universität Salzburg. Er ist Mitbegründer der Salzburger Fußballtagung und unter anderem Mitherausgeber von „Salzburgs Sport in der NS-Zeit. Zwischen Staat und Diktatur“, „Migrationsstadt Salzburg. Arbeit, Alltag und Migration 1960-2010“ und „Zwischenräume. Macht, Ausgrenzung und Inklusion im Fußball“. Er ist Mitglied des KZ-Verbandes/VdA.

Veranstaltung des KZ-Verband/VdA Salzburg mit dem Soli.Cafe.

Zoltán Lesi – In Frauenkleidung – Lesung & Diskussion im Soli.Cafe

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Link zur Veranstaltung:
Soli.Cafe: Zoltán Lesi – In Frauenkleidung

Der Gedichtband ‚In Frauenkleidung‘ verfolgt den Lebensweg intersexueller Sportlerinnen zu Beginn der 30er-Jahre. In Kombination von nüchterner, intensiver Sprache mit historischen Fotografien und Zeitungsausschnitten entsteht eine Detektivgeschichte der besonderen Art. In den präzise dargestellten Figuren und ihre sehr unterschiedlichen Biografien treten – durch den Blick aus der historischen Distanz geschärft – auch unsere eigenen widersprüchlichen Geschlechterrollen hervor.

„Der ungarische Schriftsteller Zoltán Lesi hat der intersexuellen Hochspringerin Dora Ratjen ein literarisches Denkmal gesetzt. In der edition mosaik legt der in Wien lebende Autor ein kleines, aber gehaltvolles Buch über das tragische Schicksal der Transgender-Athletin vor.“ – Günter Kaindlstorfer, Ö1 Leporello

Fotos: Felicitas Biller

Foto: Felicitas Biller
Foto: Felicitas Biller

Max Zirngast: Buchvorstellung und Diskussion

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Die Türkei am Scheideweg

„Die Türkei befindet sich auf einem Weg in eine ungewisse Zukunft: Neben Freude und massenhafte Kreativität von Gezi 2013, der Aufschwung der Frauenbewegung und Aufstieg der pro-kurdischen linken HDP stehen permanenter Krieg, Militärputsch, Präsidialdiktatur und ausufernde Repression des Regimes gegen jede Opposition. Auch wenn die heißesten Phase vorbei scheint, gehen die turbulenten Zeiten in der Türkei weiter.“

Die Türkei am Scheideweg

„Max Zirngast, gebürtiger Österreicher, Journalist Student und sozialistischer Aktivist, ist aus Interesse in das Land gezogen, hat sich dessen Sprachen und kulturelle Besonderheiten angeeignet. Aus diesem Blickwinkel heraus hat er zahlreiche politische Artikel zur Türkei, zum Weltgeschehen und zu Kunst und Kultur auf Englisch, Deutsch und Türkisch verfasst. Wie so viele oppositionelle und kritische Menschen wurde Max Zirngast am 11. September 2018 in Ankara festgenommen und anschließend wegen Verdacht auf „Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation verhaftet. Erst nach über drei Monaten Gefängnis wurde er wieder freigelassen und am 11.September 2019, genau ein Jahr nach der Festnahme von allen Vorwürfen freigesprochen.“

Mit Freundlicher Unterstützung der KPÖ Salzburg

Ein Kreuzfahrtschiff oder 14.000 Autos

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Von 04. bis 08. September 2019, überschneidend mit den Filmfestspielen von Venedig, fand am Lido vor Venedig Italiens erstes Klimacamp statt. Und welcher Ort würde sich besser für ein Klimacamp eignen, als die vom Untergang bedrohte Stadt? Wo zeigt sich der Zusammenhang zwischen sozialer Erosion, ökologischer Zerstörung und überbordendem Tourismus besser als in der Lagune? Bis zu 130.000 TouristInnen1 strömen tagtäglich über den Markusplatz. Gleichzeitig kommt es laut „Assemblea sociale per la casa“2 zu rund sechs Delogierungen täglich.Im „centro“ leben gerade noch 50.000 bis 60.000 VenezianerInnen.3 Für die die Einheimischen werden die Lebensbedingungen immer schwieriger. Dennoch setzt der amtierende Bürgermeister Luigi Brugnaro noch immer auf ein „Mehr“ an Tourismus. Dabei fehlt den VenezianerInnen schon lange buchstäblich die Luft zum Atmen. Venedig ist die italienische Hafenstadt mit der schlechtesten Luft4, und daran sind zu einem großen Anteil auch die Kreuzfahrtschiffe schuld. Im Rahmen des Klimacamps fand daher u. a. eine aufsehenerregende Aktion gegen die „grandi navi“, wie sie in Italien heißen, statt. Chiara ist Mitglied des „Comitato no grandi navi“5 und eine der OrganisatorInnen des Klimacamps. Eine Redakteurin von Termitinitus traf sie am Ende des Camps zum Interview.

1 https://www.kleinezeitung.at/international/5574026/Venedig_Touristen-zahlen-kuenftig-drei-Euro-Eintritt

2 https://www.facebook.com/ascvenezia

3 https://de.wikipedia.org/wiki/Venedig#Einwohnerzahl

4 https://www.sn.at/kultur/allgemein/italiens-denkmalschuetzer-wollen-unesco-schutz-fuer-venedig-72432589

5 http://www.nograndinavi.it/

Singing Lecture by Corey Dolgon

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In Search of One Big Union: Folksongs and the U.S. Labor Movement

Songs of Solidarity Booklet [termitinitus.org empfielt sie beim anhören anzusehen]

A Singing Lecture by Corey Dolgon Folksinger and Sociologist

Corey Dolgon, a Ph.D in American Culture and Sociology Professor has been performing “singing lectures” for almost two decades. Focusing on the role that folksongs play in the U.S. labor movement, Corey’s words and music bring both history and theory to life. He is a long-time labor activist and community organizer and has used folk songs to build solidarity on the line and engage students in the classroom. This singing lecture covers labor history from a multicultural perspective and examines the function of folk songs in workers’ lives, labor, and organizing. The lecture can be tailored for specific needs and time periods, but generally runs about an hour to an hour and a half depending on format. Corey is very adept at gaining audience participation and provides an object lesson in how the collective acts of singing can enhance the feelings of solidarity and create new possibilities for collective identities.

Here’s what students, faculty and labor folk have to say about Corey’s performances:

Simply said, faculty and students at UCF were blown away by this unique method and message. Professor Dolgon’s ability to weave stories through song was powerful and thought provoking. Unlike any academic lecture I have experienced, I was eager to hear the next story and was disappointed when it was over. My students agreed that it was by far the most interesting colloquium they have ever attended. –Scott Carter, Sociology Dept. University of Central Florida

“Corey’s work weaves together a coherent and accessible narrative about labor struggles with a tour de force of labor songs that move an audience with workers’ own articulate descriptions of their conditions and inspiring visions of movements to improve those conditions.” –Chris Dale, Professor of Sociology, New England College

“Corey’s music added tremendous spirit to our National Labor Assembly. Hearing and singing labor songs gave our nurses a sense of community with others in the union movement and helped build energy at our meetings. I encourage other unions to add Corey’s talents and expertise to their agendas.” –Cheryl Johnson, President, United American Nurses, AFL-CIO

“Well grounded in academic literature and the multicultural American songbook. Imagine an event that attracts from every campus demographic: international students, faculty, staff, undergraduates, emeriti faculty, and community activists, and has them all standing together enthusiastically singing songs about solidarity. We have never had an event like this! I have already had requests to bring Professor Dolgon back!” –Melinda Jo Messineo, Sociology Dept. Chair, Ball State University

Corey Dolgon’s “singing lecture” is a hit. Those who attended–from union retirees to active union member to academics and management were entertained and enlightened. A good time and good learning. –John Ralston, Asst. Director, University of Louisville Labor-Mgt Center

Corey’s wonderful voice, abundant energy, and great knowledge about folksongs, the labor movement, and other social movements were entertaining, very informative, and inspiring. He made a major impact on WPUNJ, performing in front of almost 300 students and faculty. –Kathleen Odell Korgen, Sociology Professor, William Patterson University

Mit freundlicher Unterstützung der ÖH Fakultätsvertretung Kultur- und Gesellschaftswissenschaft

Danke Emii für die Aufnahme und Technik

Inhalte der Singing Lecture

Marx, Engels, and Manifestos
Der Fortschritt der Industrie, dessen willenloser und widerstandsloser Träger die Bourgeoisie ist, setzt an die Stelle der Isolierung der Arbeiter durch die Konkurrenz ihre revolutionäre Vereinigung durch die Assoziation. Mit der Entwicklung der großen Industrie wird also unter den Füßen der Bourgeoisie die Grundlage selbst hinweggezogen, worauf
sie produziert und die Produkte sich aneignet. Sie produziert vor allem ihren eigenen Totengräber. Ihr Untergang und der Sieg des Proletariats sind gleich unvermeidlich.

Eugene V. Debs
Solange es eine Unterschicht gibt, bin ich darin, solange es ein kriminelles Element gibt, bin ich Teil davon, und solange auch nur eine Seele im Gefängnis sitzt, bin ich nicht frei.

Sojourner Truth
Das Leben ist sowieso ein harter Kampf. Wenn wir lachen und ein bisschen singen, während wir den guten Kampf der Freiheit kämpfen, wird alles leichter. Ich werde nicht zulassen, dass das Licht meines Lebens von der Dunkelheit um mich herum bestimmt wird.

Emma Goldman
Ich glaubte nicht, dass eine Sache, die für ein schönes Ideal stand, für Anarchismus, für Befreiung und Freiheit von Konventionen und Vorurteilen, die Verleugnung von Leben und Glück verlangen sollte. Ich beharrte darauf, dass unsere Sache nicht von mir erwarten könnte, eine Nonne zu werden, und dass unsere Bewegung sich nicht in ein Kloster wandeln sollte. Wenn es das hieß, dann wollte ich es nicht. „Ich will Freiheit, das Recht auf Selbstverwirklichung, das Recht aller auf schöne, strahlende Dinge!“ Anarchismus bedeutete das für mich, und ich würde es leben, ungeachtet aller Welt – Gefängnisse, Verfolgung, alles. Ja, selbst ungeachtet der Verdammung durch meine Kameraden würde ich mein schönes Ideal leben.

Drei Kernfunktionen von
Protestliedern:

Das Gefühl der eigenen Identität der Protestieren den zum Ausdruck bringen, und die Würde und Hingabe, die ihre Arbeit ausstrahlt (insbesondere in der Musik der Arbeiter- und Bürgerrechtsbewegung)

Das Artikulieren spezieller politischer Ideologien und die Analyse grundlegender Konflikte, die der Bewegung häufig einen moralischen Rahmen oder eine Mission geben.

Die Entwicklung von Solidarität, und das Überkommen von Eigenheiten der Identitäten, seien diese individueller, „rassischer“, ethnischer oder geschlechtlicher Natur, um in der Praxis das Gefühl einer großen Verbindung oder Bewegung zu schaffen.

Aunt Molly Jackson

„Als sie sah, wie diese kleinen Babys verhungerten, wie Fliegen um sie herum starben, fing Aunt Molly an, sich für gute Löhne für ihre Väter zu interessieren. Sie stand vor den Bergarbeitern auf, sang ihnen Lieder vor, hielt Reden, schrie sie an, ihr Werkzeug nieder zu legen und zu warten, bis der Chef ihre Bezahlung erhöhe. Sie erzählt von den Treffen, die sie hatten. Wie einem die Winchester-Gewehrkugeln den Kies ins Gesicht schossen, während man Gespräche über die reichen Kohlegrubenbetreiber und die armen hungrigen Bergarbeiter hatte. In einem Jahr erzählte Tante Molly mehr Wahrheit, als die Politiker ertragen konnten, also wurde es in Kentucky zu heiß für sie.”

Wobblies: Industrial Workers of the World

„Wenn jemand ein paar trockene Fakten so in ein Lied verpacken kann dass sie weniger trocken wirken, wird er die Arbeiter, die zu unintelligent oder zu gleichgültig sind, um eine Broschüre zu lesen oder ein Editorial zur Wirtschaftswissenschaft.”

Umweltbewegung

„Die immense Aufgabe für diejenigen, die andere Wertvorstellungen betonen möchten, ist, den Kampf für sozialen Wandel spaßig und sexy zu machen. Damit meine ich nicht, dass wir Bilder von Sexualität verwenden müssen, sondern dass wir eine Art des Nachdenkens über den Kampf gegen Armut, gegen Obdachlosigkeit, für Gesundheitsfürsorge
und Kinderbetreuung, um die Umwelt zu schützen, die sich mit Vergnügen, Spaß und Glück verbinden lässt.”

Huddie Leadbetter (LeadBelly)

„Wenn man noch nie mutterseelenallein im Ge fängnis war und allein im Regen stand, wird man die volle Bedeutung von Gefängnisliedern nie ve stehen. Wie es ist, auf das Licht des Zugs zu warten, das einen in die Freiheit bringt, oder die Mutter oder die Liebste bringt, die ein Begnadigungs schreiben mithaben, das die Freiheit bedeutet.“

Woody Guthrie

„Ich hasse Lieder, die dich denken lassen, dass du nicht gut bist. Ich hasse Lieder, die dich denken lassen, dass du geboren wurdest, um zu verlieren. Du zum Verlieren bestimmt ist. Weil du zu alt bist oder zu jung oder zu dick oder zu dünn oder zu hässlich oder dieses oder jenes. Lieder, die dich runterziehen oder dich wegen deines Pechs verarschen. Ich bin dabei, diese Lieder bis zu meinem letzten Atemzug und meinem letzten Blutstropfen zu bekämpfen. Ich bin auf der Suche nach Liedern, die dir beweisen, dass dies deine Welt ist und dass, wenn es dich ziemlich hart getroffen hat und es dich ein Dutzend mal umgehauen hat, egal welche Farbe, welche Größe du hast, wie du gebaut bist, Ich bin hier um die Lieder zu singen, die dich stolz machen auf dich selbst und auf deine Arbeit.”

Songs in the Struggle

„Seinen eigenen Körper für die Sache einzusetzen dort wo Körper buchstäblich zur Waffe der Bewegung wurden, oft in der Schusslinie. Singen ist auch ein körperlicher Akt: Seine Stimme nach draußen zu tragen war bei Treffen eine Art Probe dafür, bei Demonstrationen den eigenen Körper an die Frontlinie zu stellen. Das Gefühl von persönlicher Kraft, das man beim gemeinsamen Singen verspürt, wurde dabei zur Bewegungskraft an vorderster Front.”

Barquiz im Soli.Cafe

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Der der allseits bekannte Quizmaster R. lädt zum denkfreudigem Engagement.

Frage 1:

Der Besitz von Privateigentum ist sehr oft äusserst entsichtlichend und das ist natürlich eine der Ursachen warum der Sozialismus diese Einrichtung abschaffen will. Das Eigentum ist wirklich in der Tat eine Last. Vor einigen Jahren reisten etliche im Lande herum und verkündeten: Das Eigentum habe Pflichten. Sie sagten das so oft und zum Überdruss, dass schliesslich die Kirche angefangen hat das selbe zu sagen. Man hört es jetzt von jeder Kanzel herab. Es ist völlig richtig, das Eigentum hat nicht nur Pflichten, sondern so viele Pflichten, dass es eine Last ist, viel davon zu besitzen. Fortwärend muss man aufs Geschäft achten, fortwärend werden Ansprüche geltend gemacht, fortwärend wird man behelligt. Wenn das Eigentum nur Annehmlichkeiten brächte, könnten wir es aushalten. Aber Seine Pflichten machen es so unerträglich. Im Interseese der Reichen, müssen wir es abschaffen.

Zusatzfrage: Lied.

Frage 2: Was ist das?

Frage 3: Nennen sie mindestens eine der 2 Personen auf dem Bild.

Frage 4: zu welcher Art gehört dieses Tier?

Frage 5: Das Almumcover welcher Band ist das?

Frage 6: Wer ist das?

Frage 7: Wir sehen eine Küche wie sie vor 100 Jahren ausgesehen hat. Was ist das Gerät rechts auf dem Bild?

Frage 8: Was zeigt uns diese Karte?

Frage 9: In welcher Sprache lauten die Ländernamen so wie sie hier auf Englisch beschrieben sind?

Frage 10: Welches Zeremoniell wird hier dargestellt?

Die französischen Gelbwesten – eine soziale Bewegung neuen Typs?

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Seit über fünf Monaten bestimmen in Frankreich die sogenannten „Gelbwesten“ die öffentliche Debatte. Doch seit dem Beginn der Bewegung, ist sich die Öffentlichkeit uneins darüber, welche politische Farbe die „Gelbwesten“ besitzen. Es mangelt nicht an Stimmen, die nachdürcklich auf rassistische und antisemitische Tendenzen verweisen. Andere BeobachterInnen pochen darauf, dass die progressiven Inhalte überwiegen.

Doch wie lässt derartig heterogene erscheinende Bewegung fassen, die scheinbar plötzlich im ganz Frankreich auftauchte? Noch dazu, wenn man bedenkt, dass diese soziale Bewegung im letzten halben Jahr selbst laufend Veränderungen durchlebte?

Anhand aktueller empirischer Forschungsarbeiten wird Sebastian Chwala, Politikwissenschafter aus Marburg und Buchautor, aufzeigen, welche Themen die „Gelbwesten“ zusammenführen und wie insbesondere die Politik der letzten Jahre den Boden bereitete für eine derartige langlebige soziale Bewegung, welche jetzt bereits zu den längsten der jüngeren französischen Geschichte gehört.

Robert Foltin: Die Rätebewegung in Österreich 1918 -1919

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Nach den Russischen Revolutionen 1917 zerfiel im Herbst 1918 auch die österreichisch-ungarische Monarchie. Würde sich die „österreichische Revolution“ auf eine parlamentarische Demokratie beschränken? Die Ausrufung der Ungarischen und der Bairischen Räterepublik im Frühjahr 1919 beschleunigte die Entwicklung noch einmal. Hunderttausende Arbeiter_innen und Soldaten organisierten sich in Räten – sowohl als Akt sozialer Notwehr, aber auch im Sinne der Idee einer dauerhaften antikapitalistischen Gesellschaftsformation, einer konkreten Utopie.

So greifbar nahe war eine antikapitalistische und libertäre Emanzipation noch nie, weltweit, in Europa und auch hierzulande.Wäre in jenen ereignisreichen Monaten der Nachkriegszeit eine andere Entwicklung der Gesellschaft, ein anderer Gang der Geschichte, möglich gewesen? Lassen sich Verbindungen zu aktuellen sozialen Bewegungen oder auch vergangenen und zukünftigen Aufständen finden?.

Anna Leder, Mario Memoli, Andreas Pavlic (Hg): Die Rätebewegung in Österreich. Von sozialer Notwehr zur konkreten Utopie. Mandelbaum Verlag.

Retten und Sterben lassen. Über Machtkämpfe und Menschenrechte

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“500 Meter unter der Moonbird liegt das Meer. Die Wasseroberfläche ist gleichförmig zerklüftet und immer in Bewegung. Die wenigen Schaumkronen zerstäuben nach wenigen Sekunden langsam in alle Richtungen.”

Zitat aus einem Artikel von der Tageszeiting: neues Deutschland: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1082190.seenotrettung-auf-dem-mittelmeer-wir-sind-ein-auge-fuer-alle.html

Präsentation [termitinitus.org empfielt sie beim anhören anzusehen]

Tamino Böhm ist Einsatzleiter des Aufklärungsflugzeugs Moonbird und hat mit eigenen Augen gesehen, was die EU am liebsten unter den Tisch kehrt.

Bild: Selene Magnolia/Sea-Watch

Bild: Selene Magnolia/Sea-Watch

Die Moonbird ist eines der beiden Suchflugzeuge, die die
Seenotrettungsorganisation Sea-Watch zusammen mit zwei
Partnerorganisationen betreibt. Inzwischen sind sie oft die einzigen Zeug*innen von dem, was im zentralen Mittelmeer passiert. Dadurch, dass viele Schiffe kriminalisiert und an der Rettung gehindert werden, wird nicht nur in Kauf genommen, dass die Überfahrt für Flüchtende gefährlicher wird, sondern auch, dass die Zivilbevölkerung nicht mehr Zeugin wird, von dem, was die EU und ihre Komplizen im Mittelmeer aufbauen, um mit allen Mitteln zu verhindern, dass es Menschen nach Europa schaffen.

Dabei nehmen EU-Staaten oft das Biegen und Brechen von internationalem Recht in Kauf. Der Vortrag soll veranschaulichen, was rechtlich notwendig wäre, und wie die EU versucht diese Verpflichtungen zu umgehen.