Archives for : TermiTinitus

Musik als Köder

 

Musik ist seit jeher Werkzeug der extremen Rechten. Sie mobilisiert weit über die Kreise organisierter Neonazis hinaus. Über Konzerte und Internetplattformen wird versuch, Jugendliche an rechtsextremes rassistisches und antidemokratisches Gedankengut heranzuführen. So hat die NPD in Deutschland mehrere Schulhof-CDs produziert, um unterschwellige Meinungsmache zu betreiben. Zwar gehört die österreichische Rechtsrock-Szene mehr oder weniger in der Deutschen auf, doch auch hierzulande treiben Bands ihr Unwesen. Mit dem Netzwerk „Blood and Honour“ existiert sogar eine europäische Infrastruktur, um Nazi Rockmusik zu verbreiten.

Welcher Codes bedienen sich die Nazibands um ein Verbot zu umgehen? Wo treten Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ganz unverhohlen zutage? Welche Reichweite besitzen rechtsradikale Bands und wie stark vernetzt sind sie in Österreich?

Christof Mackinger (freier Journalist) und Thomas Rammerstorfer (Autor) sprechen über den aktuellen Stand des Rechtsrocks in Österreich, eingebettet in seine Geschichte und mit einem Ausblick auf die weitere Entwicklung.

Solidarität mit Migrant_innen auf See

Watch the Med Alarm Phone ist ein Projekt, welches 2014 von Aktivist*innen aus Europa und Nordafrika ins Leben gerufen wurde. Das selbstorganisierte Call-Center für Geflüchtete, die auf dem Mittelmeer in Seenot geraten, soll für eine sichere Rettung sorgen und Menschenrechtsverletzungen wie pushbacks verhindern.

Dabei wird den von Seenot Betroffenen eine zweite Möglichkeit gegeben, ihren Hilferuf an die Seenotrettung zu tragen. Jeder gemeldete Notfall wird dokumentiert und bis zur sicheren Rettung öffentlichkeitswirksam begleitet, gegebenfalls wird weitere Unterstützung mobilisiert. Auf diese Weise wird – soweit wie möglich – auf die jeweiligen Verantwortlichen Druck ausgeübt.

REFERENT*INNEN:

  • Aktivist*innen des Alarm Phone-Teams München
  • Ärzte ohne Grenzen: Markus Bachmann
  • Alarme Phone Sahara: Ibrahim Manzo Dallu

Europa – Zivilmacht im Kampfanzug?

Otfried Nassauer, Informationszentrum für Transatlantische Sicherheit, Berlin
Thomas Roithner, Friedensforscher, Privatdozent an der Universität Wien
Lucia Hämmerle, Internationaler Versöhnungsbund, Projekt „Rüstungsatlas“, Wien
Moderation: Hans Holzinger, Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen

In der öffentlichen Wahrnehmung wird die Friedens-und Sicherheitspolitik der Europäischen Union in äußerst ambivalenten Bildern gezeichnet: Auf der einen Seite als mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnetes historisches Friedensprojekt mit deutlich ziviler Schlagseite. Auf der anderen Seite als von hegemonialen und rüstungslobbyistischen Ansprüchen getriebener globaler Player im Kampf um den Titel eines „Rüstungsweltmeisters“. Wohin steuert europäische Friedenspolitik und welche Rolle spielen dabei nationale und transnationale Initiativen für Frieden und Abrüstung?

http://www.friedensbuero.at/europa-zivilmacht-im-kampfanzug/

Eintritt frei

Eine Veranstaltung im Rahmen des Alternativ-Gifpels in Salzburg

Veranstalter: Friedensbüro Salzburg
Mitveranstalter: ÖH Salzburg, Südwind Salzburg, Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, Internationaler Versöhnungsbund

Danke an Dominik für die Aufnahme

Demokratische Lebensmittelpolitik gestalten

Shaping a democratic food policy – the path to food sovereignity (16.9.2018)

Event by “System Change, not Climate Change”

It is often suggested that by making good choices when buying in supermarkets we can support a good food economy. However, this does not touch the general framework, which encompasses land-grabbing, corporate power and exploitation. The predominant food economy increasingly undermines the human right to nutrition. A real alternative is the movement for food sovereignty, in which consumers and producers cooperate.

In our presentation we debate the consequences of free trade and the common agricultural policy of the European union and point out, how food sovereignty here offers possible solutions. In the last part of the event, we would like to invite the audience to think how they can cooperatively participate in the shaping of a democratic food policy.

Speakers:

◾ David Steinwender, work group food sovereignity Graz
◾ Sigrun Zwanzger, Welthaus Steiermark

For our international guest there will be the possibility for a translation into English!

Free entry!

FOR A BETTER FUTURE FOR ALL!

More Infos: https://solidarischessalzburg.at/en:alternativgipfel

Soziale Grundrechte in Europa! Und in Österreich?

Soziale Grundrechte in Europa! Und in Österreich?

Als Anregung für das EU-Ratstreffens am 20.9.2018 bereiten wir Themen für die Weiterentwicklung der EU als Sozial- und Bildungsunion auf und diskutieren die „EUROPEAN PILLAR OF SOCIAL RIGHTS“, welche aber von der österreichischen Ratspräsidentschaft nicht berücksichtigt wird. Das betrifft insbesondere den Stellenwert sozialer Grundrechte wie Recht auf Arbeit, Inklusion, Sozialschutz und Gleichbehandlung. Aus Brüssel werden die Abgeordneten Joe Weidenholzer (SPÖ) und Michel Reimon (GRÜNE) sowie Freek Spinnewijn (FEANTSA) teilnehmen. 
In der Europäischen Sozial-Charta sind differenzierte Leitsätze und Rechtsbestände ausgearbeitet, die auch von Österreich ratifiziert wurden. Allerdings hat Österreich einzelne Bestimmungen dezidiert ausgeklammert. Demgemäß verweigert Österreich individuell einklagbare Grundrechte auf Arbeit, auf Schutz vor Armut, Ausgrenzung und Wohnungslosigkeit sowie auf Wohnen. 
Diese für eine soziale Gesellschaft überaus wichtigen Themen werden in den 3 Dimensionen der „EU-Säule sozialer Grundrechte“ aufgegriffen, die von EU-Kommission und EU-Parlament im November 2017 im Sinne einer Absichtserklärung veröffentlicht wurde: https://ec.europa.eu/commission/priorities/deeper-and-fairer-economic-and-monetary-union/european-pillar-social-rights/european-pillar-social-rights-20-principles_de
Diese drei Dimensionen sind: Chancengleichheit und Arbeitsmarktzugang Faire Arbeitsbedingungen Sozialschutz und soziale Inklusion 
WAS HEIßT DAS FÜR SALZBURG BZW. ÖSTERREICH? 
Wir wollen einen Bogen zwischen Themenwahl und Intensität der Bearbeitung auf Europäischer Ebene und der nationalen Wirklichkeit von Sozialabbau, Aushöhlung des Arbeitsrechts, Gender Pay Gap, etc. spannen. So sollen Perspektiven einer Politik und Öffentlichkeit von unten sichtbar gemacht werden – nach dem Motto: Wir greifen Themen auf, die für alle wichtig sind! 
In einem „World Café“ diskutieren wir das Recht auf Arbeit (Peter Ruhmannseder/Judith Pühringer), auf Wohnen (Heinz Schoibl), Inklusion (Karin Astegger) sowie Gleichstellung (Frauenrat Salzburg). Auf Grundlage der Gemeinwohlökonomie (Franz Galler) erarbeiten wir Vorschläge und Empfehlungen für eine soziale, ökologische und solidarische Politik. Begleitet wird das Programm mit Kurzlesungen von Autorin Petra Nagenkögel. 
Moderation: Dagmar Baumgartner, bePart, Salzburg 
Wann: Freitag, 14.9.2018, 14.00 – 19.00 Uhr Wie: Vorträge, Worldcafé, Kurzlesungen Wo: Tribühne, Salzburg Lehen, Tulpenstraße 1 
Veranstaltung von arbeit_plus, Forum WLH Wohnungslosenhilfe & Lebenshilfe Salzburg 

Erik Marquardt : Flucht nach Europa

FLUCHT NACH EUROPA – MITTELMEER UND MENSCHENRECHTE (13.9.2018) 
Noch immer sterben tausende Menschen im Mittelmeer. Mehrere NGOs versuchen möglichst viele Menschen aus Seenot zu retten. Doch statt ihnen zu danken, werden sie zum Spielball der großen Politik: Wer rettet, schreckt nicht ab. Wer rettet, beteiligt sich nicht an der Festung Europa. 
In seinem Fotovortrag schildert Erik Marquardt die Situation auf hoher See und anderswo: Wo kommen die Menschen her? Warum setzen sich so viele Menschen auf seeuntüchtige Boote? Wie ist die Situation auf anderen Fluchtrouten? 
REFERENT: 
Erik Marquardt 
Wann: 13.9.2018, 19.00 – 21.00 Uhr Wie: Fotovortrag Wo: Tribühne, Salzburg Lehen, Tulpenstraße 1 
Eine Veranstaltung der ÖH Uni Salzburg und Plattform Menschenrechte Salzburg im Rahmen des Alternativ-Gipfels zum EU-Ratstreffen in Salzburg. Mehr Infos: www.solidarischessalzburg.at

Amnesty International Salzburg: Menschenrechtsbildung als Motor für ein gutes Miteinander in einem neuen Europa

Veranstaltung von  Amnesty International Salzburg im Rahmen des Alternativ-Gipfels

Menschenrechtsbildung zielt darauf ab, einen Beitrag zur Etablierung einer Menschenrechtskultur in Europa und der Welt zu leisten. Durch „Wissen, Fähigkeiten und Haltung“ gelingt es, Menschenrechte spürbar zu machen, das ermutigt aktiv zu werden. Denn nur wer seine Rechte kennt, kann sich gestärkt für die eigenen und die Rechte der anderen einsetzen.

Eine Aufgabe, die gerade in aktuellen Zeiten, wo es scheint, dass Menschenrechte ihren Stellenwert verlieren und ihnen nicht der nötige Schutz zukommt, mehr als notwendig ist. Beispiele der praktischen Menschenrechtsarbeit und der Menschenrechtsbildung zeigen, wie wirkungsvoll die Macht der Menschenrechte positive Veränderung bewirken kann.

REFERENTIN:

Gudrun Rabussay-Schwald, Amnesty International Österreich

Wann: 13.9.2018, von 17.00 – 18.30 Uhr
Wie: Vortrag, anschließend Diskussion
Wo: Tribühne, Salzburg Lehen, Tulpenstraße 1

Podiumsdiskussion: Abschiebungen von Lehrlingen

Zum langen Tag der Flucht veranstaltet der Diakonie Flüchtlingsdienst eine Podiumsdiskussion über Sinnhaftigkeit und Rechtmäßigkeit von Abschiebungen von Lehrlingen.

Es diskutieren die Salzburger Kinder- und Jugendanwältin Dr.in Andrea Holz-Dahrenstaedt, Frau Mag.a Dr.in Stephanie Posch von der Arbeiter*innenkammer, Herr Mag. Norbert Hemetsberger von der Wirtschaftskammer Salzburg, LAbg. Mag. Karl Zallinger und Bernhard Jenny von der Plattform Menschenrechte. Moderation Mag.a Lina Čenić

HINTERGRUND

Seit 2012 durften junge Asylsuchende Lehren in Mangelberufen beginnen. Dieser Erlass wird nun durch die FPÖ-Sozialministerin Beate Hartinger-Klein aufgehoben und die Möglichkeit eine Lehre zu beginnen damit abgeschafft. Wer seine Lehre bereits begonnen hat, soll diese beenden dürfen. Fast drei Viertel der Österreicher*innen sprechen sich gegen Abschiebungen von Lehrlingen aus. Österreichweit gibt es aktuell mehr offene Lehrstellen als Lehrstellensuchende und dies insbesondere in Mangelberufen. Wie könnte eine Neuregelung aussehen?

Aufgrund der bestehenden Rechtslage ist bei allen Eingriffen in das Menschenrecht auf Privat- und/oder Familienleben (Art 8 EMRK), wie Abschiebungen, individuell zwischen dem persönlichen Interesse am Verbleib im Bundesland und dem öffentlichen Interesse an einem geordneten Fremdenwesen abzuwägen. Bislang wurde das wirtschaftliche Interesse im Bereich der Migrationskontrolle regelmäßig als Argument zulasten von Fremden berücksichtigt, nicht aber zu deren Gunsten. Seitens der Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck heißt es, die Lehrlinge würden sich eine Hintertür öffnen, um das Asylrecht zu umgehen. Tatsächlich sind Asylsuchende explizit angehalten sich zu integrieren und wird in jedem Asylverfahren neben einem möglichen Schutzbedürfnis auch über ein etwaiges Bleiberecht entschieden. Die Lehrlinge von heute sind häufig im Herbst 2015 angekommen und wurden von der Bevölkerung herzlich aufgenommen, während die staatliche Grundversorgung zusammengebrochen ist. Heute ist jeder Dritte von ihnen von Abschiebung bedroht.

PROGRAMM
18:30 Podiumsdiskussion
20:30 Buffet
ab 21:00 Rahim, der Rapper und Auflegerei

Kerem Schamberger, Michael Meyen: “Die Kurden – Ein Volk zwischen Unterdrückung und Rebellion”

Präsentation [termitinitus.org empfielt sie beim anhören anzusehen] Fotos von Kerem Schamberger

Lesung und Diskussion mit Kerem Schamberger und Michael Meyen aus ihrem neuen Buch “Die Kurden – Ein Volk zwischen Unterdrückung und Rebellion”

Ein Volk im Widerstand. Auch in Europa vergessen

Wer weiß um den Krieg, den die Regierung in Ankara seit 2015 gegen die Kurden führt? Wer erinnert sich an die Repressionen in den 1990ern? Hierzulande kennt man allenfalls die PKK und fragt sich vielleicht verwundert, warum immer noch Tausende mit den Farben und Symbolen dieser „Terrororganisation“ in ganz Europa auf die Straßen gehen. Schamberger und Meyen zeigen, dass die Verfolgung der Kurden in der Gründungsgeschichte der Türkei wurzelt und dass der eigentliche Putsch dort schon 2015 stattfand – ein ziviler Putsch durch die AKP. Doch der Westen will sein Bündnis mit dem Erdogan-Regime nicht gefährden und lässt deshalb ein 25-Millionen-Volk im Stich.

Kerem Schamberger ist politischer Berichterstatter und Kommunikationswissenschaftler an der LMU München. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Instituts für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung isw München und Mitglied der Marxistische Linke. Außerdem ist er im Vorstand des Institut Solidarische Moderne. Er beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Unterdrückung der Kurden und übt scharfe Kritik an der Autokratie in der Türkei und an der deutschen Politik, die auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Diktator Erdogan setzt.

Michael Meyen hat als Journalist in der Regionalpresse (Leipziger Volkszeitung) und im Radio (MRD Info) begonnen. Noch stärker als das Tagesgeschehen lockte aber die Forschung. Deshalb gin er 2002 als Professor an die LMU nach München (Lehrbereich Meyen), analysiert dort seitdem die Welt der Massenmedien und kam unter anderem zu den Kurden, weil Nationen und Medien zusammenhängen.

Stop the Eviction in Hambach Forest! Stop the Cutting Season

Per Mail erreichte Termitinitus | des pfeifft folgendes Mail, Genre leiten wir an euch Hörer_innen die Informationen weiter:

Hello,
At the moment, the Hambach Forest in Germany is under eviction threat.
The company, RWE, wants to continue cutting the forest to dig up the
brown coal underneath when the cutting season begins on October 1st.
Before that, they seem to want to evict the tree occupations. We've made
a radio callout in English and French to spread the word and share
information on current situation, history of the struggle, repression
situation, and the coming defense against evictions and tree cutting, as
well as lots of great music.. With a big resistance, we can stop the evictions. No more coal, leave it
in the ground!

Weitere Infos findfet ihr unter: https://hambachforest.org/