Archives for : TermiTinitus

Das war die 1. Mai Demo 2018

Reden

  1. Begrüßung
  2. Demoleitung und Rechtshilfe
  3. Tobias Aigner: Jusos
  4. Andeas Huss: Landesgeschäftsführer der Bau-Holz und Vertreter der Gebietskrankenkassen
  5. Wiebke Fischbach: ÖH Salzburg
  6. Klaus Brandhuber: Auge
  7. Autonomer Aktivist: Repression
  8. Musik: Djoki Djanngo: V.L.A.
  9. Kai-Michael Dankl: KPÖ+
  10. Lukas Kastner: SLP
  11. Brigitte Promegger: GLB
  12. Peter Eder: Präsident der AK
  13. Musik: Corey Dolgon: Solidarity Forever
  14. Nadile Kiran: Demokratisches Gesellschaftszentrum der Kurd_innen
  15. Alina Kugler und Daniel Lukatschi: Plattform Menschenrechte

Michael Bonvalot: FPÖ – Partei der Reichen

 

Die FPÖ nennt sich „Soziale Heimatpartei“. Vor allem in Wahlkämpfen tritt sie gern sozialradikal auf. Doch ist der Wahlkampf vorbei, folgt die neoliberale Wirklichkeit.

Der Journalist und Autor Michael Bonvalot zeigt ein für viele unerwartetes Bild der FPÖ – als Speerspitze des Neoliberalismus von ihrer Gründung bis heute. Er zeigt, dass die Einsparungswünsche der FPÖ auf eine völlige Zerschlagung des Sozialstaats hinauslaufen. Im Rahmen unserer Veranstaltung wollen wir mit Michael Bonvalot über sein neues Buch „Die FPÖ – Partei der Reichen“ sprechen, über die möglichen politischen Veränderungen unter einer ÖVP-FPÖ-Regierung und über die Proteste gegen Schwarz-Blau I und in der Zukunft.

Michael Bonvalot schreibt regelmäßig unter anderem für Vice, FM4 und auf seiner Seite: Michael Bonvalot – Zwischenrufe.

Wir danken der KPÖ-Salzburg für die finanzielle Unterstützung der Veranstaltung!

Georg Fingerlos: Verlottertes Blaublut

#KriLitSbg

Entadelte Schwerverbrecher in Österreich 1912–1918. Lesung und Diskussion. Bahoe books.
Eintritt frei!

Im alten Österreich wurden jene Adeligen, die zu einer schweren Kerkerstrafe oder zum Tode verurteilt wurden, zwangsläufig entadelt. Im vorliegenden Buch werden die Adelssuspensionen der sieben letzten Jahre der Monarchie – zweieinhalb davon in Friedens-, der Rest in Weltkriegszeiten – dargestellt. In dieser Zeit wurden 39 Adelige zu einer schweren Kerkerstrafe und vier zum Tod durch Erhängen bzw. Erschießen verurteilt. Ihre Erlebnisse geben einen guten Einblick in die Methoden der Gaunerei in der späten franzisko-josefinischen und der kurzen Karlschen Ära, in die Staatsgewalt, die Gesetzgebung und in die Rechtssprechung. Sie verdeutlichen aber auch die Verdorbenheit, Schlechtigkeit und den Eigensinn mancher Abkömmlinge aus vornehmen Häusern.

43 Fallgeschichten hat Fingerlos anhand von Archiven, Medienberichten und Biografien rekonstruiert und in anekdotischem, unterhaltsamem Stil in Form kurzer Erzählungen aufgeschrieben. Es sind Geschichten, die von Untreue, Gaunerei und Schlimmerem erzählen, aber auch von der weitumspannenden k.u.k. Bürokratie, die die Adelstitel und ihre Aberkennung zu administrieren hatte.
Barbara Tóth, Falter

Georg Fingerlos, geboren 1975 im Lungau, ist Historiker und Übersetzer.

Mehr Infos: https://www.argekultur.at/projekte/2017/kritischeliteraturtage/

“Ein bisserl aufhängen tät´ ihm nix schaden!” Karl Habsburg und eine Bahnhofsbesetzung

 

Kontakt

Homepage von Bahö Books

Vorträge von Bahö Books auf Termitinitus

 

Jan Hoff: Befreiung heute

 

#KriLitSbg

Emanzipatorisches Denken in Zeiten neoliberaler Globalisierung. Lesung und Diskussion. VSA: Verlag.
Eintritt frei!

„Befreiung“ ist wieder im Gespräch. Nach den sozialen Emanzipationsbewegungen im „kurzen 20. Jahrhundert“ erfuhr das emanzipatorische Denken in Zeiten neoliberaler Globalisierung neuen Auftrieb und steht heute an einem historischen Knotenpunkt.

Nicht erst die jüngste Weltwirtschaftskrise (2007ff.) wirft kritische Fragen zum Kapitalismus auf. Aber ihre Auswirkungen waren ein begründeter Anlass für eine Zusammenfassung und Bewertung der internationalen emanzipationstheoretischen Debatte.

Hierbei handelt es sich um einen vielfältigen und differenzierten Diskussionszusammenhang, der vor spezifischen historischen Hintergründen zu erforschen und darzustellen ist. Die Entwicklung der an Marx orientierten Theoriebildung ist aktuell an einem Punkt angelangt, in dem speziell die Geschichte der verschiedenen „häretischen“ Strömungen auf beachtliches Interesse trifft.

Jan Hoff zeigt die historischen und politisch-theoretischen Zusammenhänge auf. Sie reichen von Marx, dem frühen Anarchismus und den revolutionären Denkansätzen im Umfeld der Oktoberrevolution über die krisentheoretischen Diskussionen der Zwischenkriegszeit und die libertärsozialistischen Strömungen nach 1945 bis hin zur internationalen Diskussion um Krise und Befreiung seit 2007.

Jan Hoff, Jahrgang 1980, Historiker und Sozialwissenschaftler, Promotion an der FU Berlin (2009), Habilitation an der Universität Kassel (2016). Lehrte zuletzt an den Universitäten Innsbruck, Kassel und München, und ist zudem in der außeruniversitären Erwachsenenbildung aktiv (u. a. in gewerkschaftlichen Bildungseinrichtungen).

Mehr Infos: https://www.argekultur.at/projekte/2017/kritischeliteraturtage/

Birkner, Seibert (Hrsg.): Kritik und Aktualität der Revolution

 

100 Jahre Oktoberrevolution. Lesung und Diskussion. Mandelbaum Verlag.
Eintritt frei!

1917 erlebte die Welt den ersten Versuch einer sozialistischen Revolution. Die Überwindung der russischen Feudalgesellschaft sollte der Auftakt einer weltweiten Umwälzung bilden, im Zuge derer Unterdrückung und Ausbeutung ein für alle Mal abgeschafft werden. 1989 wurde seitens der kapitalistischen SiegerInnen das „Ende der Geschichte“ ausgerufen. Die Krisen, aber auch sozialen Bewegungen der letzten Jahre beweisen die Unhaltbarkeit dieses Diktums.

Die Beiträge dieses Bandes widmen sich der Frage, ob und inwiefern eine revolutionäre Umwälzung heute noch möglich und sinnvoll ist. In der Linken wird gegenwärtig viel über Begriffe wie „Transformation“ und „Transition“ diskutiert. Sie beanspruchen, die traditionellen Schemata von Reform und Revolution neu zu akzentuieren und zugleich Bewegungsformen von Geschichte bestimmen zu können, die mehr und anderes als Bewegungen von Reform oder Revolution wären.

Liegen in ihnen vielleicht die maßgeblichen Gründe, warum das überkommene Begriffsregister der Linken der ArbeiterInnenbewegung nicht mehr in der Lage zu sein scheint, ein Bündnis zwischen Theorie und „wirklicher Bewegung“ hervorzubringen?

Martin Birkner ist politischer Theoretiker, Publizist und Aktivist in Wien und im Südburgenland. Er leitet die Edition kritik & utopie und ist Redakteur von mosaik-blog.at sowie bei „Wien anders“ organisiert. 2014 erschien von ihm das „Lob des Kommunismus 2.0“.

Thomas Seibert ist Philosoph, Autor und politischer Aktivist. Er arbeitet als Menschenrechtsreferent bei medico international, ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Rosa Luxemburg Stiftung und im Koordinierungskollektiv des Democracy in Europe Movement 2025 und seit Langem in der Interventionistischen Linken aktiv. Im Frühjahr 2017 erschien sein Buch „Zur Ökologie der Existenz“ im Laika-Verlag.

Mehr Infos: https://www.argekultur.at/projekte/2017/kritischeliteraturtage/

„Beißreflexe: Identität, Kollektiv, Emanzipation” | Patsy l’Amour laLove

#openmindfestival

Montagsrunde mit Patsy l’Amour laLove, Moderation: Stefan Wally. Anmeldung: https://jungk-bibliothek.org/mranmeldung/
In Kooperation mit der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen.
Eintritt frei!

Ausgehend von Überlegungen in dem Sammelband „Beißreflexe. Kritik an queerem Aktivismus, autoritären Sehnsüchten, Sprechverboten“ (Querverlag, 2017) wird der Vortrag von Patsy l’Amour laLove Fragen einer emanzipativen Identitätspolitik nachgehen. Wo werden die geforderten queeren Bündnisse zu regressiven Kollektiven und welche Funktion haben Kollektiv sowie Identität in einem Aktivismus, der sich der Emanzipation verschrieben hat? Müssen die Identität und das Denken in Kollektiven aufgegeben werden, und was würde das für das einzelne Individuum bedeuten?

 

Das gesamte Festivalprogramm online unter www.openmindfestival.at

Danke an Conny für das tolle Festival, du bist die Beste.

Danke an Pommesvictory für die Aufnahme

Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus 2017

 

Raim Schobesberger (Obmann – Phurdo Salzburg) Foto von Sigi

Kommunalfriedhof Salzburg am Haupteingang um 09:45 Uhr

  • Begrüßung durch Thomas Neuhold Mitglied des  KZ-Verband/VdA
  • Redner und Ehrengast: Raim Schobesberger (Obmann – Phurdo Salzburg)
  • Rede:  Kranzniederlegung – Mahnmal der Opfer des Faschismus – Ehrengrab der Stadt Salzburg (vormals Grab des KZ-Verband/VdA)
  • Obelisk der sowjetischen Kriegsgefangenen
  • Musikalische Umrahmung durch “Dejan Band” (Keyboard)

Im Anschluss treffen wir uns im Gasthof Hölle für die Pressekonferenz des Projektes Ansichtssache

 

Dank an Sigi für das Foto, an den KZ-Verband fürs veranstalten und natürlich an die Redner.

Jingle Soli.Cafe

Wir haben mit vielen Leuten gemeinsam ein Kaffeehaus eröffnet: Es heißt Solicafe und ist in der Schallmooser Hauptstraße 31. 

Im Moment hat es jeden Mittwoch und Freitag von 16:00-22:00 Uhr geöffnet.Essen, Trinken, Spielen Zeitung lesen, Veranstaltungen machen. Wer sir sind und warum wir da machen könnte ihr hier lesen.

Das Solicafe finanziert sich durch eure Spenden (pay as you wish) und wird belebt von euren Veranstaltungen.

Wir freuen, wenn ihr den Jingle auch in eure Radiosendung übernehmt.

Warum wir über den Islam nicht reden können | Sama Maani

„Wie kommt es, dass die Ablehnung des Islams als „rassistisch“ bezeichnet wird – nicht jedoch die Ablehnung des Christentums? Warum waren die Demonstrant*innen des arabischen Frühlings für uns in erster Linie Moslems, die Demonstrant*innen der Occupy-Bewegung in New York aber nicht christlich? Warum reden wir, wenn wir vorgeben über den Islam zu reden, über alles Mögliche andere (Terrorismus, Migration, „Integration“) – nur nicht über den Islam? Und: Was hat unser (Nicht-)Reden über den Islam mit unserer eigenen Beziehung zur Religion zu tun?“

Diese Fragen wird Sama Maani am 18. Oktober 2017 unter anderem mit uns diskutieren und uns einige Thesen aus seinem Buch „Respektverweigerung. Warum wir fremde Kulturen nicht respektieren sollten. Und die eigene auch nicht.“ vorstellen.

Sama Maani ist ein aus Wien stammender Schriftsteller und Psychoanalytiker. Er kritisiert Kulturrelativismus und plädiert für einen Universalismus der Menschenrechte.

Publikationen (u.a.): “Ungläubig” (Roman), “Der Heiligenscheinorgasmus und andere Erzählungen”. 2018 erscheint der Roman “Teheran Wunderland” bei Drava.

Mittwoch, 18.10.2017 | Unipark Nonntal, Raum 1.006-7
19:00 Uhr | Eintritt frei

Veranstaltet von der Grünen Bildungswerkstatt, Veranstaltung auf Facebook

Dank an Scheues-Wesen fürs Aufnehmen!!

 

Jopa Jotakin | Lesung

 

 

http://jopa-jotakin.at/

Aus dem Buch ” für die fisch”

an angel (seite 14)

Irgendwie
is da heute der wurm drin
dachte der fisch
als er feststellte
dass die sache einen haken hat

forellenquintett (seite6)

meer
bach
see
anatolisch
regenbogen

pizza frutti di mare (seite17)

alles leben
kommt aus dem meer
die welt
ist eine scheibe
pizzaweiß manches
aber sie kann sich auch irren

fisch verliebt (seite 19)

fisch verliebt
hüpft das herz
in die schwimmblase

flattern die kiemen
scheppern die schuppen

überlegt sogar kurz
nach luft zu schnappen

der butt (seite 40)

wenn mein butt
mir meine wünsche nicht erfüllt
wird er von mir
gefüllt und gegrillt

if my butt
does not fullfill my wish
i will stuff him
and serve as a dish

wenn mein hinterb
meinen wünschen nicht entspricht
wird er gestopft
und geklopft

verflossene liebhaber (seite 37)

verflossene liebhaber
verliebte flossenhaber
verhabte liebflosser

labhieber versflos
verhieb floslaber
bierheber floss
liessenhaber floh

hobelfliesser
lofelhabel i
blo fabel ssi
bli flobel ha
siebel flabel
flobelhobel
ab si
hobelhobelflii
bli bobel habel
sob bo bla
blibel blobel lab
lieb
bobelbo bliblo
blabel fabel
la
libel label lo

flosshaber lieb
sabberflosser
flobibbler
blubb

unterschiede (seite 15)

fisch
und
faschist
unterscheidet
nur ein
ast

fisch
und
faschist
unterscheidet
nur
satin

ich mag fische und äste
satin ist mir relativ egal
faschistinnen und faschisten verabsheue ich
ärgerlich, dass sie in meinem buch vorkommen

kopf oder zahl (seite 41)

geld stinkt nicht
kopf —– zahl
geld ist kein fisch

zahl
kopf
geld

geld soll fließen
fisch hat flossen

geld stinkt nicht
kopfzahl
geld ist kein fisch

wirf den fisch
und die münze auf den kopf

ich bin dir
zahlenmäßig überlegen

wer es nicht im kopf hat
muss es am konto haben

das geld
fängt am markt
zu stinken an

you are the sushi of my heard (seite 32)

reiß dir
dein rohes fischherz
aus der brust
und leg es
in reis
zum fermentieren

reiß dir
dein rohes fischherz
aus der brust
und wickle es
in seetangblätter

reiß dir
dein rohes fischherz
aus der brust
ertränk es
in schwarzer sauce
und stopf es
mir in den mund

bitter
wie süß im vergleich
da wasabi schmeckt

you are the sushi of my hc artman (seite 33)

reiss ausse
dei fischheazz
dei rohs
und schmeiss einei
n reiskocha
dass d amoe
a wärme gspiast
in deim stanichen fischheazz
dem koidn granitbrockn

bei dia is jo jeda heazzschlog
a stanschlog
waun dii des stroßnbauomt siagt
muasst a woanschüdl aufstöhn
vua deina brust

haus eine in reiskocha
die sushipartii
dass d a mol wos gspiast
in dem vasteinatn
nautilusheazz

waun scho mei liab
dii ned warma ko

fischgeflüster, eukaryotisch (seite 42)

sardinenparty (seite 16)

die gäste
dicht gedrängt
es stinkt
und alle
voll im öl

 

das erste das jopa je geschrieben hat

Rede der Gewekschaftsführerin Aida Ankemann Ströck am Vorabend der Abstimmung der Einführung über den 2 Schichtbetrieb in den Sachertortenwerken