Solischlafen

11150277_958719254161557_7166344366356078458_nIn den letzten Wochen haben Menschenrechtsaktivist*innen in Salzburg gemeinsam mit dem Verein Phurdo die Initiative SOLISCHLAFEN IM MIRABELLPARK organisiert.
Der Anlass: Mitte April schlossen in Salzburg die Winternotschlafstellen und die ohnehin zu wenigen Schlafplätze für Menschen in extremer Not und Armut gingen verloren. Viele Betroffene müssen die Nächte somit im Freien verbringen, wo sie aber Wind, Wetter und Passant*innen ausgeliefert sind. Es gab bereits mehrere gewalttätige Übergriffe. Zudem werden sie von der Gemeinde immer wieder unter Brücken, aus Abbruchhäusern und anderen geschützten Stellen vertrieben, obwohl die Salzburger Kampierverordnung nur ein Nächtigen in Zelten, Wohnmobilen und Wohnwägen verbietet. Ein Zuwiderhandeln gegen die Kampierverordnung wird mit einer Geldstrafe bis zu 10.000€ bestraft, was in keinem Verhältnis zu den finanziellen Möglichkeiten der Betroffenen steht. Bei Uneinbringlichkeit kann eine Ersatzfreiheitsstrafe angeordnet werden.
Oft haben diese Menschen keine Alternative zum Überlebenskampf in Salzburg. In den Siedlungen, aus denen die Not-Reisenden kommen, herrscht eine bis zu hundertprozentige Arbeitslosigkeit. Auch im reichen Salzburg steigt die Armut. Auch für verarmte Salzburger*innen stehen viel zu wenig Notschlafstellen und leistbare Wohnungen zur Verfügung.
Aus diesem Grund ruft SOLISCHLAFEN IM MIRABELLPARK alle Menschen, die einen Gerechtigkeitssinn bewahrt haben, dazu auf, die Nacht von 30. April auf 1. Mai gemeinsam mit Betroffenen im Mirabellpark zu verbringen und damit nicht nur ihre Solidarität zu bekunden, sondern auch folgende Forderungen zu stellen:

• Armut bekämpfen statt Arme vertreiben.
• Mehr Notquartiere und diese auch im Sommer öffnen!
• Leistbare Wohnungen für alle!
• Öffentliche Finanzierung von Übergangswohnen und
• Abschaffung der Kampierverordnung
• Nicht-Einführung des sektorale Bettelverbotes
Die Aktion startet am Donnerstag, 30. April um 17 Uhr im Mirabellgarten zwischen Rosenhügel und Schwarzstraße.
Schaut vorbei und bringt gerne euren Schlafsack, Isomatte, Taschenlampen, warme Getränke und vor allem warme Kleidung mit!

Interview mit dem Verein Phurdo

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