Lesung “Endstation Ananas”

Eine Woche im Leben zweier Freunde, von denen der eine einem Job nachgeht, der ihn langweilt, der andere arbeitslos ist. Froh macht sie ihre jeweilige Situation beide nicht. Während der eine verzweifelt versucht, sich vor der Arbeit zu drücken, wünscht sich der andere nichts mehr, als eine solche zu finden. Beides zehrt an den Kräften, und die sollten doch dafür verwendet werden, um zu leben: Musik, Trinken, Beziehungen. Letztere sind auch viel komplizierter, als man sich das immer vorgestellt hat. Im Verlauf einer Woche kann so viel passieren: Die neue Band eines Freundes spielt zum ersten Mal, man lernt eine Frau kennen und verliert sie wieder, und die Firma, bei der man arbeitet, geht den Bach hinunter. Andere haben es nicht viel besser: Auch deren Leben dreht sich um die Jagd nach Jobs und Aufträgen. Einige versuchen zumindest zaghaft, sich gegen diese Zumutungen zu wehren. Und zwischendurch blitzt dann tatsächlich für den gelangweilten Angestellten wie für den verzweifelten Arbeitslosen der eine oder andere Hoffnungsschimmer auf.

Simon Loidl

geboren 1977. Nach endlos erscheinenden Schuljahren Studium der Geschichte, Germanistik und ein bisschen Philosophie. Währenddessen und danach viele Jobs, unter anderem als Pizzafahrer, Billeteur, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Museumsaufseher, Redakteur, Deutsch-als-Fremdsprache-Lehrer, freier Journalist und Antiquariatsangestellter, zwischendurch arbeitslos.
Sachbuchveröffentlichungen: »Eine spürbare Kraft« (Promedia 2015), »Europa ist zu enge geworden« (Promedia 2017)

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